Städtebauliches Kolloquium

  Abbildung Lehrstuhl und Institut für Städtebau und Entwerfen  

Ist die Zukunft der Stadt die Region?

Die neue Veranstaltungsreihe „Städtebauliches Kolloquium“ an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen will den Diskurs über gesellschaftliche, ökonomische und technologische Veränderungen und deren räumliche Auswirkungen auf das Quartier, die Stadt und die Region anregen.

Im Rahmen der ersten Veranstaltung im Winter 2018 beschäftigt sich das Städtebauliche Kolloquium mit der Wechselbeziehung zwischen Stadt und Region. Wachstum und Schrumpfung finden teilweise nebeneinander statt. In vielen Innenstädten fehlt Wohnraum, während gleichzeitig das Umland Leerstände zu verzeichnen hat. Eine zu wenig koordinierte Wohn- und Gewerbeentwicklung fördert das weitere Wachstum der Pendlerströme. Vor diesem Hintergrund sind interkommunale Kooperationen naheliegend, um die notwendige Balance zwischen unterschiedlichen Entwicklungsdynamiken herzustellen.

Auch wenn die Entwicklung von Städten schon immer in Beziehung zur Region stand und umgekehrt, so erfährt derzeit die Debatte um einen „Regionalen Städtebau“ und eine regelrechte „Regionalisierung der Stadtentwicklung“ eine neue Relevanz. Dies wird nicht zuletzt deutlich durch die zahlreichen Stadtumlandverbünde, die REGIONALEN in Nordrhein-Westfalen sowie Agglomerationskonzepte, die als innovative Formate an den Start gehen.

Das Städtebauliche Kolloquium will den Fokus auf die Chancen und Potenziale richten, die sich aus einer Allianz aus Stadt und Region generieren lassen. Welche Erfahrungen lassen sich aus den Best-Practice-Projekten aus dem In- und Ausland gewinnen? Welche planerischen und städtebaulichen Konzepte erfordert und ermöglicht der regionale Maßstab? Wie kann in einer Allianz aus Stadt und Region ein Mehrwert für beide Seiten entwickelt werden? Ist die Zukunft der Stadt die Region?

Diese Fragen stellen sich erst recht für eine Region wie die Städteregion Aachen, die aufgrund ihrer besonderen Verfasstheit auf regionales Denken und Handeln angelegt ist, aber gerade im Bereich der regionalen Stadtentwicklung Defizite erkennen lässt.

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Di. 13. November 2018 - Agglomeration

Veranstaltungsort geändert: Foyer Reiff Museum | Schinkelstraße 1 | 52062 Aachen

Viele Städte und Metropolen stehen vor vielfältigen Herausforderungen der räumlichen Entwicklung. Sie müssen Antworten finden und Konzepte entwickeln, wie sie mit den sich verschärfenden Flächen- und Nutzungskonkurrenten umgehen wollen. Vor diesem Hintergrund stellt das Agglomerationskonzept einen innovativen strategischen Ansatz dar.

Dr. Reimar Molitor
Geschäftsführer Verein Köln/Bonn e.V.
> Das Agglomerationskonzept Köln-Bonn

Prof. Dr. Bernd Scholl
Professur für Raumentwicklung, ETH Zürich
> Vom Agglomerationskonzept Limmattal Zürich zur REGIONALE

Kommentatoren:
Michael von der Mühlen, Staatssekretär a.D., Dortmund
Helmut Etschenberg, Städteregionsrat, Städteregion Aachen
Rudi Bertram, Bürgermeister Eschweiler
N.N., Vertreter der Politik/der Städte (angefragt)

Moderation:
Prof. Christa Reicher, RWTH Aachen

Veranstaltungsort:
Foyer Reiff Museum | Schinkelstraße 1 | 52062 Aachen

 

Di., 4. Dezember 2018 - Regionale Netzwerke

Stadtumlandverbünde werden vielerorts als notwendiges Netzwerk angesehen, um die Interessen von Stadt und Region in ein Gleichgewicht zu bringen. Diese regionalen Zukunftskonzepte zeigen, wie die Herausforderungen in den Bereichen Städtebau, Stadt- und Siedlungsentwicklung, Wohnungsbau und Mobilität partnerschaftlich gemeistert werden können.

Prof. Dr. Ursula Stein
Stein Stadt- und Regionalplanung, Frankfurt M.
> Vom Mehrwert der Konzepte von Stadtumlandverbünden

Boris Linden
Zukunftsagentur Rheinisches Revier
> Wie ein Zukunftsbild für das Rheinische Revier entstehen könnte

Kommentatoren:
Prof. Dr. Frank Lohrberg, RWTH Aachen
Ralf Ritter, Leiter Planungsamt Stadt Pulheim
Karl Jasper, Ministerium NRW
Hans Joachim Sistenich, ehem. Geschäftsführer AVV
N.N. Vertreter der Politik/der Städte (angefragt)

Moderation:
Prof. Dr. Stefan Siedentop, ILS Dortmund

Veranstaltungsort:
Haus Löwenstein | Markt 39 | 52062 Aachen

 

Di., 15. Januar 2019 - Regionale Zukunftsformate

Wachstum verlangt eine langfristige und koordinierte Raumentwicklung, von der die kleineren, teilweise von Schrumpfung betroffenen Kommunen profitieren können. Neue Formen von regionalen Zukunftsformaten können als Kompass für eine ausgewogene Entwicklung fungieren und räumliche Qualitäten sichern.

Wilhelm Natrup
Leiter des Amtes für Raumentwicklung, Baudirektion Kanton Zürich
> Langfristige Raumentwicklungsstrategie Kanton Zürich

Prof. Dr. Hildegard Schröteler-von Brandt
Universität Siegen
> REGIONALE - Neue Allianzen von Stadt und Land

Kommentatoren:
Erik Schöddert, RWE Power AG
Prof. Dr. Agnes Förster, RWTH Aachen
Hans Dieter Collinet, Min. Dir. a.D.
N.N. Städteregionsrat, StädteRegion Aachen (wird nach Wahl angefragt)
N.N. Vertreter der Politik/der Städte (angefragt)

Moderation:
Barbara Thüer, Netzwerk Innenstadt NRW

Veranstaltungsort:
Haus Löwenstein | Markt 39 | 52062 Aachen